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Vom Konzern zur Schweizer Industrieperle: Matthias Brunners Weg zur Übernahme von MPS

  • Autorenbild: Jeremie
    Jeremie
  • 3. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Mit der Übernahme der MPS Maschinen- & Pack-Systeme AG in Cham hat Matthias Brunner im März 2026 ein bedeutendes Kapitel seiner unternehmerischen Laufbahn aufgeschlagen. Das traditionsreiche Schweizer Unternehmen, das seit 1986 für Präzision in der Tiefzieh- und Blisterverpackungstechnik steht, geht damit in die Hände eines Nachfolgers über, der Industriegeschick, technologisches Verständnis und langfristige Perspektive mitbringt. Warum sich Matthias gegen eine Neugründung und für die Übernahme eines bestehenden Schweizer Industrieunternehmens entschieden hat – und welche Vision er mit MPS verfolgt – erfährst du in diesem Blogbeitrag.


Vom Konzernumfeld zum eigenen Unternehmen

Schon früh entwickelte Matthias eine Faszination für Industrieunternehmen mit echter Substanz – Betriebe, die nicht nur Produkte verkaufen, sondern Technologie entwickeln, fertigen und über Jahrzehnte hinweg prägen. Nach Stationen in anspruchsvollen Funktionen reifte in ihm der Wunsch, selbst Verantwortung für ein solches Unternehmen zu übernehmen.

„Ich wollte nicht bei Null anfangen. Mich hat die Idee gereizt, ein Unternehmen mit Geschichte, Substanz und Technologie weiterzuentwickeln – und dabei die Werte zu bewahren, die es über Jahrzehnte gross gemacht haben"

, erzählt Matthias. Der Weg über eine Nachfolge war für ihn die logische Konsequenz: Er ermöglicht es, auf einem soliden Fundament aufzubauen, ein eingespieltes Team zu übernehmen und gleichzeitig eigene Akzente zu setzen. Statt ein Start-up gegen den Markt aufzubauen, wollte er sein Wissen, seine Erfahrung und sein Kapital in ein Unternehmen investieren, das bereits eine starke Marktposition besitzt.


MPS: Schweizer Präzision mit internationaler Strahlkraft

Die MPS Maschinen- & Pack-Systeme AG mit Sitz in Cham steht seit bald vier Jahrzehnten für Schweizer Spitzenqualität im Bereich Tiefzieh- und Blisterverpackungsmaschinen. Das unabhängige Schweizer Unternehmen entwickelt und fertigt hochwertige Verpackungslösungen für die Medizintechnik und die Lebensmittelindustrie – von automatischen Spritzen- und Nadelbeladern über komplette Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinien bis hin zu Spezialanfertigungen für Reinraumanwendungen.

Namhafte internationale Kunden wie Nipro, BD, Terumo, Greiner oder Cardinal Health vertrauen seit Jahren auf die „Made in Switzerland"-Qualität aus Cham.

„Was MPS ausmacht, ist die seltene Kombination aus tiefem Engineering-Know-how, eigener Fertigung und einer Kundenbasis, die zu den globalen Marktführern in der Medizintechnik gehört. Diese Substanz baut man nicht in fünf Jahren auf – die ist über Jahrzehnte gewachsen."

, sagt Matthias. Genau diese Substanz hat ihn überzeugt: ein Unternehmen mit echter Fertigungstiefe, hochspezialisiertem Team und einem Produktportfolio, das im internationalen Wettbewerb besteht. „Als ich MPS näher kennengelernt habe, war für mich schnell klar: Hier passt einfach vieles zusammen."


Eine Nachfolge mit Verantwortung – kein Asset-Deal

Für ENEX war von Beginn an klar: Bei MPS sollte es keine Übernahme im Stil eines Finanzinvestors werden, sondern ein echter unternehmerischer Übergang. Genau das macht Matthias zum idealen Nachfolger. „Bei MPS ging es uns nicht um eine möglichst schnelle Transaktion, sondern darum, den richtigen Menschen für ein Unternehmen mit Geschichte und Verantwortung zu finden", sagt Lars Sager, Co-Founder von ENEX. „Mit Matthias haben wir einen Nachfolger gefunden, der Unternehmertum nicht nur als Business versteht, sondern als langfristiges Commitment gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und Standort."

Für Matthias selbst war das ein zentraler Punkt: „Ich wollte kein Unternehmen kaufen, um es nach ein paar Jahren weiterzuverkaufen. Ich übernehme MPS, um es weiterzuentwickeln – mit Fokus auf nachhaltiges Wachstum, Innovation und den Erhalt der Arbeitsplätze in Cham."


ENEX als Sparringspartner im Transaktionsprozess

Der Weg zum Vollzug am 30. März 2026 war intensiv. Wie bei vielen Industrietransaktionen waren komplexe Themen zu bearbeiten – von der Due Diligence über das Finanzierungskonzept bis hin zum Kaufvertrag. ENEX begleitete Matthias durch den gesamten Prozess als Sparringspartner und Vermittler. Ein besonderes Element war dabei die Struktur im Aktionariat mit 7 Aktionären, welche jeweils individuelle Verträge hatten und somit die Komplexität der Transaktion stark gestiegen ist.

„Gerade in einer Industrietransaktion dieser Grössenordnung ist es entscheidend, jemanden an seiner Seite zu haben, der die Mechanik kennt – aber auch die emotionale Seite einer Nachfolge versteht"

, sagt Matthias. „ENEX hat geholfen, in den entscheidenden Momenten ruhig und rational zu bleiben, ohne den Blick für das Wesentliche zu verlieren."

Jeremie von Moos, Co-Founder und CEO von ENEX, ergänzt: „Eine Nachfolge bei einem Schweizer Industrieunternehmen wie MPS ist ein Vertrauensprozess zwischen Verkäufer, Käufer, Banken und nicht zuletzt dem Management-Team vor Ort. Wenn man hier sauber arbeitet, profitieren am Ende alle Beteiligten – und vor allem das Unternehmen selbst."


Vision: Innovation, Wachstum und Verwurzelung in Cham

Unter der Leitung von Matthias Brunner verfolgt MPS eine klare Vision. Das über 35 Jahre aufgebaute technische Know-how und die einzigartige Fertigungstiefe im eigenen Engineering-Betrieb sollen konsequent weiterentwickelt werden. Im Fokus stehen dabei drei Stossrichtungen:

  • Innovation in Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinien und Reinraum-Lösungen für die Medizintechnik und weiteren Industrien

  • Nationaler und Internationaler Ausbau der Kundenbeziehungen, insbesondere in den Wachstumsmärkten Asien und Nordamerika

  • Standort- und Arbeitsplatzsicherung in Cham als unverhandelbares Fundament der Strategie

„MPS hat über Jahrzehnte bewiesen, dass Schweizer Industrieunternehmen auch in einem hochkompetitiven globalen Umfeld bestehen können – wenn sie auf Qualität, Innovation und Kundennähe setzen", sagt Matthias. „Mein Ziel ist es, diese Stärken konsequent auszuspielen und MPS in den nächsten Jahren als einen der führenden Spezialisten für medizinische Verpackungstechnik weiter zu festigen."


„Das Team ist das Herz von MPS"

Wie bei jedem Industrieunternehmen mit hoher Fertigungstiefe ist auch bei MPS das Team der entscheidende Faktor. Erfahrene Ingenieure, Konstrukteure und Monteure mit teilweise jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit bilden das Rückgrat des Unternehmens. „Das Wissen, das in den Köpfen und Händen dieses Teams steckt, ist nicht ersetzbar", betont Matthias.

„Meine erste Aufgabe als neuer Eigentümer ist es, das Vertrauen der Mitarbeitenden zu gewinnen, zuzuhören und gemeinsam mit dem Team die nächsten Entwicklungsschritte zu definieren."

Genau dieser respektvolle Umgang mit Geschichte, Mitarbeitenden und Kunden ist es, was eine echte Nachfolge ausmacht – und nicht nur eine Übernahme.


Warum wir an Matthias Brunner und MPS glauben

Für ENEX war die Nachfolge bei MPS in vielerlei Hinsicht ein besonderer Fall: ein traditionsreiches Schweizer Industrieunternehmen mit internationaler Kundenbasis, eine komplexe Transaktion und – am wichtigsten – ein Nachfolger, der mit Herz, Verstand und Verantwortungsbewusstsein in diese Aufgabe geht.

„Matthias Brunner bringt als neuer Eigentümer Unternehmergeist, eine langfristige Perspektive und die Leidenschaft mit, ein traditionsreiches Schweizer Industrieunternehmen in die nächste Generation zu führen", fasst Lars Sager zusammen. „Für uns bei ENEX ist genau das die Art von Nachfolge, die zählt: kein Asset-Deal, kein Ausverkauf – sondern ein echter unternehmerischer Übergang mit Herz, Verantwortung und Zukunftsperspektive."

Die Geschichte von MPS und Matthias Brunner steht damit beispielhaft für das, was eine erfolgreiche Schweizer KMU-Nachfolge ausmacht: Substanz trifft auf Vision, Tradition trifft auf Innovation – und ein Standort wie Cham bekommt eine langfristige Zukunftsperspektive.


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